Simone Weber, Basel
Höheres Selbst, Wohlbefinden
Als ich in der vergangenen Woche durch einen langen Gang lief, dachte ich mir: Wie wahr und wie schön, dass es immer ein Licht gibt am Ende des Tunnels. Und es berührte mich, mit welch sinnlicher Ästhetik der Gang dies verkörpert. Dann schwenkte meine Aufmerksamkeit zu den kleinen Lichtern an der Wand, die davon erzählten, dass es selbst im Tunnel immer eine Führung gibt, die uns die Richtung zu dem Licht an seinem Ende weist.
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Wohlbefinden

Wir sind umgeben von Dingen, die uns dabei helfen uns wohl zu fühlen. Es liegt an uns, ob wir sie nutzen. Ich verbringe beispielsweise jeden Tag etwas Zeit draussen, manchmal im Wald, manchmal am Wasser oder an einem anderen Ort, wo ich mit der Natur in Berührung komme, weil ich irgendwann gemerkt habe, dass ich mich einfach besser fühle, wenn ich es tue. Es versetzt mich in ein Gefühl von innerem Frieden und Harmonie.

Als ich heute Morgen auf der Brücke stand und ins Wasser blickte, fielen mir all die grossen und kleinen Bewegungen im Spiel von Licht und Schatten auf und ich dachte mir, dass ich eigentlich genau wie das Wasser bin. Da ist Licht und da ist Schatten und da sind all die Formen und Bewegungen, die darin erscheinen und wieder verschwinden und ein grosses Ganzes ergeben, das in Schönheit, Lebendigkeit und Harmonie erstrahlt. Alles ist Bewegung und Veränderung. Ich fühlte mich, als wäre ich das Wasser selbst, in dem all die Formen erscheinen und sich wieder auflösen, die Stille inmitten der Bewegung, das Ewige in dem Vergänglichen.

Als ich weiterging, liess ich den Rhein hinter mir, die stille, stete Bewegung, die Harmonie und den Frieden nahm ich mit in den Tag.

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