Simone Weber, Basel
Allgemein, Wohlbefinden

Die Idee, dass wir immer glücklich sein müssen, erzeugt eine Menge Druck. Das Unglückich-Sein hat genauso, wie das Glücklich-Sein, einen Platz in uns. Ich habe festgestellt, dass ich mehr Frieden empfinde, wenn ich Glücklich-Sein nicht besser bewerte als Unglücklich-Sein.  Glücklichsein und Unglücklichsein gehören zusammen. Es sind die entgegengesetzten Polaritäten derselben Energie. Wir wissen nicht, was glücklich sein bedeutet, ohne das Gefühl von unglücklich sein zu kennen. Beides sind vorübergehende Zustände. Jedes Gefühl ist vergänglich. Es gibt keinen Stillstand im Wechsel unserer Gefühle an einem spezifischen Punkt. Alles ist konstanter Veränderung ausgesetzt. Auch unsere Gefühle. Stillstand bedeutet Tod. Wir können aber unsere Gefühle aus einem desidentifizierten Zustand betrachten, aus einem Zentrum reinen Gewahrseins, das von den emotionalen Zuständen unberührt ist. An diesem Ort des höheren Bewusstseins in uns ist es immer still, und wir sind frei von Glück oder Unglück. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Gefühle nicht fühlen und sie verdrängen sollen, die Gefühle wollen gefühlt werden, ansonsten blockieren wir ihren freien Energiefluss, wodurch Blockaden in unserem Energiesystem entstehen, die im extremsten Fall zu Krankheit führen. Es braucht beides: Das Fühlen der Gefühle und das Verständnis darüber, dass wir zwar Gefühle haben, aber nicht unsere Gefühle sind.
Unglücklich-Sein ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass wir in irgendeinem Bereich des Lebens eine Veränderung vornehmen sollten. Es ist ein Gefühl von grossem Wert, das uns dazu aufruft, den aktuellen Lebensbedingungen und Einstellungen zu entwachsen. 

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Allgemein
Manchmal ist es überwältigend, wie viele Gedanken über die holografische Welt, in der wir leben, in meinem Verstand erscheinen. Mein Verstand versucht zu verstehen, wie alles miteinander verbunden ist, wie sich die Dinge spiegeln, bewegen und entwickeln. Aber das wahre Bild ist er nicht fähig zu erfassen. Er ist zu beschränkt. Aber es gibt etwas in mir, das mit anderen Augen schaut, mit anderen Ohren hört und von einem anderen Ort her fühlt und weiss. 

Das einzige was hilft, wenn mein Kopf erfolglos versucht einzuordnen was im formlosen Ozean meines Bewusstseins erscheint, ist schreiben. Das Schreiben befördert diesen ganzen Lärm aus meinem Verstand hinaus. Ich habe oft den Impuls meine Gedanken nieder zu schreiben während ich spaziere oder irgendwo sitze. Aber vor Hand schreiben geht dann zu langsam und mein Notebook ist zu gross und zu schwer, um es dauernd auf mir zu tragen. 

Heute Morgen erlebte ich einen dieser Momente, bei denen ich wirklich nach einer Tastatur lächze, über die meine Finger all das, was in mir vor geht aus meinem Kopf hinaus transportieren können. Und plötzlich beobachtete ich mich selbst dabei, wie ich in einen Apple Store lief und nach dem leichtesten und kleinsten Notebook fragte. Ich schien nicest einmal an dem Preis interessiert zu sein. Ich hörte mich selbst so was sagen wie «Ich nehme es.», sah, wie ich meine Kreditkarte zückte, einen Pin eingab und dann aus dem Laden hinaus lief ohne einen Gedanken an den Preis zu verschwenden, den ich gerade bezahlt hatte. Einige Minuten später fand ich mich in einem Cafe, wie ich alles, das mir gerade durch den Kopf ging in dieses liebenswerte Notebook tippte und mich dabei absolut zufrieden fühlte. Als ich meinen Chai bezahlen wollte, flüsterte mir der Kellner zu, dass ich eingeladen sei. Das Universum feiert immer mit dir, wenn du einfach tust, was du tun musst.
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Angst, Fragmentierung, Unterbewusstsein
Der Wunsch zu kontrollieren ist ein Nebenprodukt der Angst. In einer Situation, in der wir uns komplett ausser Kontrolle fühlen, ist Hingabe das einzige, was wir tun können. Wenn wir uns hingeben lassen wir den Widerstand gegen die Angst, die wir nicht fühlen wollen, los. Somit wird die Angst fühlbar und wir können durch sie hindurch gehen. Auf der anderen Seite der Angst, der Dunkelheit, befindet sich immer ein Licht, etwas Wertvolles, das nun integriert werden kann. Folglich erweitert sich unsere innere Ganzheit. Das Gefühl, keine Kontrolle zu haben ist immer eine Einladung für Entwicklung, inneres Wachstum und grössere Einheit in uns selbst.
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Beziehungen, Fragmentierung, Wohlbefinden
Als sozialisierte Wesen haben wir erfahren, dass andere Menschen wollten, dass wir sind wie sie uns gerne hätten, damit sie von uns bekommen, was sie brauchen. Und weil wir andere Menschen in unserem Leben brauchen, haben wir schon als Kinder begonnen, unauthentisch zu sein, um nicht abgewiesen zu werden. Damit wir uns selber innerlich befreien und das Leben kreieren können, das wir uns wüschen, müssen wir wieder lernen, uns authentisch auszudrücken, mit all unserem Licht und Schatten. Uns gegenseitig zu verstehen und zu respektieren wer wirklich sind und wie wir fühlen ist das Schönste und Heilvollste, was wir füreinander tun können.
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Allgemein, Beziehungen, Spiegel
Ich war auf meinem Fahrrad unterwegs als der Blick auf  zwei Türme meine Aufmerksamkeit erweckte. Die Türme hätten unterschiedlicher kaum sein können und doch sind waren sie irgendwie auch gleich. Ich dachte an das Yin und Yang Symbol, die harmonische Einheit der Gegensätzlichkeit. Das Eine braucht das unterschiedliche Andere, um sich selbst zu erkennen und zusammen ergibt ihre Andersartigkeit ein vollständigeres Ganzes.
Mit den Menschen ist es nicht anders als mit den Türmen. Wir ergänzen einander in unserer Andersartigkeit, spiegeln uns aber auch in unseren Gemeinsamkeiten. Damit helfen wir uns, uns selbst zu erkennen und ein Selbst zu definieren. Und all diese Selbste existieren innerhalb einer Gleichheit, einer Einheit. Haben wir ein gesundes Gefühl für unser Selbst entwickelt, können wir uns mit anderen verbinden und aus dieser Verbindung ein grösseres Ganzes entstehen lassen, ohne uns darin selbst zu verlieren.
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Allgemein, Hier und Jetzt, Wohlbefinden
Du bist die Verkörperung jedes Momentes, den du erlebst. Wenn du dir selbst erlaubst zu sein wer du bist und zu fühlen was du fühlst, dann dehnt sich dein innerer Raum aus, deine Energien fliessen. Du musst nicht den ganzen Tag lächeln. Alles kommt und geht. Es gibt nichts, das du erreichen musst. In einer erlaubenden Haltung geschieht Entwicklung ganz natürlich. 
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Höheres Selbst, Wohlbefinden
Als ich in der vergangenen Woche durch einen langen Gang lief, dachte ich mir: Wie wahr und wie schön, dass es immer ein Licht gibt am Ende des Tunnels. Und es berührte mich, mit welch sinnlicher Ästhetik der Gang dies verkörpert. Dann schwenkte meine Aufmerksamkeit zu den kleinen Lichtern an der Wand, die davon erzählten, dass es selbst im Tunnel immer eine Führung gibt, die uns die Richtung zu dem Licht an seinem Ende weist.
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Wohlbefinden

Wir sind umgeben von Dingen, die uns dabei helfen uns wohl zu fühlen. Es liegt an uns, ob wir sie nutzen. Ich verbringe beispielsweise jeden Tag etwas Zeit draussen, manchmal im Wald, manchmal am Wasser oder an einem anderen Ort, wo ich mit der Natur in Berührung komme, weil ich irgendwann gemerkt habe, dass ich mich einfach besser fühle, wenn ich es tue. Es versetzt mich in ein Gefühl von innerem Frieden und Harmonie.

Als ich heute Morgen auf der Brücke stand und ins Wasser blickte, fielen mir all die grossen und kleinen Bewegungen im Spiel von Licht und Schatten auf und ich dachte mir, dass ich eigentlich genau wie das Wasser bin. Da ist Licht und da ist Schatten und da sind all die Formen und Bewegungen, die darin erscheinen und wieder verschwinden und ein grosses Ganzes ergeben, das in Schönheit, Lebendigkeit und Harmonie erstrahlt. Alles ist Bewegung und Veränderung. Ich fühlte mich, als wäre ich das Wasser selbst, in dem all die Formen erscheinen und sich wieder auflösen, die Stille inmitten der Bewegung, das Ewige in dem Vergänglichen.

Als ich weiterging, liess ich den Rhein hinter mir, die stille, stete Bewegung, die Harmonie und den Frieden nahm ich mit in den Tag.

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Allgemein, Wohlbefinden

Ich liebe es, wenn ich unterwegs bin einen Moment inne zu halten, in die Sonne zu blicken, ihre Wärme auf meinem Gesicht zu spüren, und ihr Licht in mich aufzunehmen.

So oft sind wir aktiv, fokussiert, gestresst… und verpassen damit all die kleinen Wunder, die täglich bereit stehen, um von uns gesehen zu werden.

Wir haben gelernt, dass wir uns alles im Leben verdienen oder erarbeiten müssen. Abgesehen davon, dass das nicht wahr ist, ist dadurch ein grosses Ungleichgewicht in uns entstanden.

Wir haben verlernt zu empfangen.

Du wirst staunen, was alles von ganz alleine in dein Leben kommt oder sich sogar schon darin befindet ohne dass du es bemerkt hast, wenn du zurück findest in eine empfangende Haltung.

«Sun gazing» ist nur eine von unzähligen einfachen Möglichkeiten, dich dem Moment hinzugeben und die Energie des Empfangens in dir zu stärken.

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